4.11 Elementarmethode "Entity Life History" (ELH)


1 Identifikation/Definition der Methode

/ Hawryszkiewycz, 88 / Kapitel 8, S.152-158


2 Kurzcharakteristik der Methode


Ziel und Zweck

Die Methode "Entity Life History" (ELH) analysiert den Lebenslauf der Entitäten in Informationssystemen und untersucht hierbei, welche Integritätsanforderungen und Nachfolgeaktionen für jede Definition einer neuen Entität, die Verwaltung der Entität, die Löschung einer Entität relevant sind. Sie dient damit der Festlegung der Regeln und Vorschriften, die bei den Aktionen auf die Entitäten (Insert, Update, Delete) sicherzustellen sind.


Darstellungsmittel

Darstellungsmittel sind Entity Life Cycle Diagramme, die ähnlich den Zustandsübergangsdiagrammen bei ZUST aufgebaut sind. Für jede Entität wird ein Entity Life Cycle Diagramm erstellt. Dieses Diagramm zeigt alle möglichen Zustände der Entität, sowie der (Elementar-) Funktionen, die die Zustände der Entität ändern.


3 Grenzen des Methodeneinsatzes

- entfällt -


4 Detaillierung der Methodenzuordnung


4.1 ELH in Aktivität SE  3.3 "Anforderungen an die Funktionalität definieren"

Entity Life History definiert bei Informationssystemen die sich aus Integritätsbedingungen ergebenden Anforderungen an Funktionen und Daten. Die Methode deckt im Teilprodukt "Gesamtfunktion des Elements" die datenorientierten qualitativen Anforderungen bezüglich der Datenintegrität der Informationsobjekte ab.


5 Schnittstellen


5.1 Schnittstelle ELH - ER

Die Methode ELH setzt E/R-Modelle voraus und analysiert den Lebenslauf der darin enthaltenen Entitäten.


5.2 Schnittstelle ELH - FNET

Die Funktionsnetze, die die möglichen Abfolgen von Funktionen in einer Anwendung beschreiben, werden mit den Ergebnissen der Methode ELH abgeglichen, die die zulässigen Zustände einer Entität, die zulässigen Zustandsübergänge und die hierfür verantwortlichen Funktionen dokumentieren.


6 Weiterführende Literatur

/ Achatzi, 91 /,
/ Hawryszkiewycz, 88 /