1 Identifikation/Definition der Methode
/ Martin, 87 / S. 62-65; S. 139-142
2 Kurzcharakteristik der Methode
Ziel und Zweck
Die "Funktionale Dekomposition" (FKTD) hat zum Ziel, schrittweise ein System zu zerlegen, beginnend bei der Sicht auf die Hauptfunktion eines Systems über die Zwischenebenen bis zur Ebene elementarer Funktionen. Auf einer Ebene wird jeweils von Details der darunterliegenden Ebene abstrahiert. Die Teilfunktionen zusammengenommen ergeben vollständig die aufgegliederte Funktion (Funktionshierarchie).
Darstellungsmittel
Abhängig vom Einsatzschwerpunkt werden zur Darstellung der Funktionshierarchie unterschiedliche Diagrammarten bevorzugt eingesetzt:
Normalerweise wird keine Aussage über Reihenfolgebeziehungen der Teilfunktionen getroffen.
Funktioneller Ablauf
Ausgehend von einer globalen Systembeschreibung sollten in jedem Gliederungsschritt aus einer Funktion höchstens sieben Teilfunktionen der nächstniedrigeren Gliederungsstufe erzeugt werden. In jedem Verfeinerungsschritt sind die Prinzipien der Funktionsgliederung zu beachten.
Die Verfeinerung kann nach den Gliederungsmerkmalen Objekt und Verrichtung und nach den Gliederungsarten Zerlegung und Klassifizierung erfolgen.
3 Grenzen des Methodeneinsatzes
- entfällt -
4 Detaillierung der Methodenzuordnung
4.1 FKTD in Aktivität SE 1.1 "Ist-Aufnahme/-Analyse durchführen"
Ein Funktionenmodell eines bereits bestehenden Systems wird aus fachlich nutzerorientierter Sicht entwickelt.
Die Methode deckt im Produkt "Anwenderforderungen" das Teilprodukt "Ist-Aufnahme und Ist-Analyse" zusammen mit der Methode DFM auf der Funktionsseite ab.
4.2 FKTD in Aktivität SE 1.5 "System fachlich strukturieren"
Eine modellhafte, hierarchische Beschreibung der Gesamtfunktionalität des Systems aus fachlicher nutzerorientierter Sicht wird angegeben. Die Verfeinerung endet, wenn die Funktionen fachlich nicht mehr sinnvoll zu gliedern sind. Diese Funktionen heißen Elementarfunktionen.
Die Methode liefert eine Übersicht für das Teilprodukt "Beschreibung der Funktionalität" des Produktes "Anwenderforderungen".
4.3 FKTD in Aktivität SE 2.1 "System technisch entwerfen"
Die Gliederung der Gesamtfunktionalität des Systems in Segmente und/oder SW-Einheiten/HW-Einheiten wird beschrieben.
Die statische Struktur des Systems wird für das Teilprodukt "Lösungsvorschläge" des Produktes "Systemarchitektur" beschrieben.
4.4 FKTD in Aktivität SE 3.3 "Anforderungen an die Funktionalität definieren"
Eine modellhafte, hierarchische Beschreibung derGesamtfunktionalität der SW-Einheitaus technischer Sicht wird angegeben.
Die Funktionsübersicht wird für das Teilprodukt "Gesamtfunktion des Elements" des Produktes "Technische Anforderungen" beschreiben.
5 Schnittstellen
5.1 Schnittstelle FKTD - DFM
Die Ergebnisse der funktionalen Dekomposition sind Eingangsinformationen für die Ausführung der Elementarmethode Datenfluß-Modellierung zwecks Bestimmung der zu betrachtenden funktionalen Ebene.
5.2 Schnittstelle FKTD - ER
Die Funktionshierarchie ist in Wechselwirkung mit der E/R-Modellierung zu erstellen (Zuordnung von E/R-Teilmodellen zu den Funktionen in der Funktionshierachie).
6 Weiterführende Literatur
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Balzert,
77 /,
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Balzert,
82 /,
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Martin,
87 /,
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Ploenzke,
91 / Kapitel FSA